Musik-Campus

Rat: Musikcampus soll gebaut werden

Münsters Stadtrat hat am Abend die Pläne für den Musikcampus endgültig auf den Weg gebracht. Eine breite Mehrheit von Ratsbündnis (Grüne/SPD/Volt), FDP und CDU stimmte dafür.

Nachdem die Ratssitzung im April wegen des Musikcampus im Chaos versunken war, gibt es jetzt einen Beschluss, den eine breite Mehrheit mitträgt. Kernpunkte: Ein unabhängiger Projektsteuerer und ein Arbeitskreis aller Fraktionen begleiten das Projekt. Beide sollen mindestens in Ein-Jahresschritten prüfen, ob die angekündigten Fördergelder von Bund und Land sowie private Spenden auch tatsächlich fließen. 65 Millionen Euro sind noch offen – bis Ende 2023 sollen davon mindestens zwei Drittel, bis 2024 die ganze Summe zusammen sein. Erst dann kann gebaut werden. 2030 soll der Musikcampus fertig sein.

Einzelne grüne Gegenstimmen

Bei der Abstimmung im Stadtrat zeigte sich, dass nicht alle Grünen-Ratsmitglieder dem Fraktionswillen folgten. Einzelne Ratsmitglieder wie die Ratsfrau Leandra Praetzel meldeten sich zu Wort. Praetzel sagte, angesichts größerer Aufgaben wie den Klimaschutz dürfe das Musikcampus-Projekt keine Priorität haben. Die Linke, die AfD sowie die Internationale Fraktion/Die Partei/ÖDP stimmten ebenfalls gegen den Musikcampus.

Uni hofft auf Millionen-Förderung

Uni Rektor Johannes Wessels hatte im Vorfeld der entscheidenden Ratssitzung ein klares Bekenntnis für den Musikcampus gefordert. Andernfalls würde man aus dem Projekt aussteigen. Der Rat hat nun am Abend mit breiter Mehrheit für den Campus gestimmt, dabei allerdings verbindliche Finanzierungsstufen festgelegt. Aus Sicht der Uni kommt es jetzt darauf an, ob Land und Bund die positive Campusentscheidung aus Münster als Motivation für eine Millionen-Förderung ansehen.

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