Planungsmittel freigegeben

»Jetzt geht es mit dem Campus voran«

In die seit Jahren geführten Vorgespräche für einen Musik-Campus in Münster kommt Bewegung: Der Hauptausschuss des münsterschen Rates bewilligte jetzt Mittel für die Beauftragung eines städtebaulichen Realisierungskonzeptes.

Konkret gaben die Mitglieder des Hauptausschusses mit deutlicher Mehrheit bis zu 330 000 Euro für Planungen frei, um Aufträge europaweit ausschreiben zu können. Die Hälfte der Summe in Höhe von 165 000 Euro trägt die Universität Münster als Projektpartner. Die Planer sollen das vom Rat deutlich begünstigte Umfeld des Schlossplatzes in den Blick nehmen. Damit ist auch klar, dass Alternativpläne für den Hörster Parkplatz keine Chance mehr haben. Aus der Debatte im Hauptausschuss ergab sich, dass eine große Mehrheit das Uni-Gelände an der Hittorfstraße als gesetzt ansieht.

Die Standortanalyse soll neben städtebaulichen Untersuchungen auch die besondere Bedeutung des Grünraums rund um das Schloss einschließen. Innovative und ökologische Bau-Konzepte sollen mit in den Blick genommen werden. Darüber hinaus geht es darum, eine Anbindung des Campus von der Altstadt über das Schlossareal bis hin über den Ring zu dem im Westen der Stadt entstehenden „Urbanen Wissensquartier“ zu untersuchen. Das Planungskonzept schließt an die Stadtforen vor einem Jahr an, an denen sich viele Bürger und Kulturschaffende beteiligt hatten. Die Detailuntersuchungen, so heißt es, sollen Grundlage für die dann noch zu treffende endgültige Standortentscheidung des Rates bilden, auf die Oberbürgermeister Markus Lewe und Universitätsrektor Johannes Wessels in diesem Jahr hoffen. Es gilt als sicher, dass das Areal auf dem Gelände des ehemaligen pharmazeutischen Instituts an der Hittorfstraße/Ecke Einsteinstraße die besten Aussichten hat, Standort des neuen Musik-Campus zu werden.

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