Interessengemeinschaft gegründet

»Clubszene schließt sich in Corona-Krise zusammen«

Die münsterische Clubszene hat sich zu einer Interessengemeinschaft zusammengeschlossen. Gemeinsam wollen sie die Folgen der Corona-Krise bewältigen. Und sie stellen bereits klare Forderungen.

„Club Komitee Münster“ heißt eine Interessengemeinschaft, in der sich jetzt münsterische Gastronomen zusammengeschlossen haben, deren Aktivitäten sich auf Musik- und Tanzveranstaltungen konzentrieren. Ziel sei es, die Clubkultur zu fördern und nachhaltig zu bewahren, teilte die Gemeinschaft am Montag mit.

„Wir verstehen uns als Sprachrohr der Club- und Konzertszene und möchten die Arbeit auch anderer Kulturschaffender unterstützen. Dafür wollen wir auf Politik, Verbände, Verwaltung und die Zivilgesellschaft zugehen und Kontakte zur Musikszene vermitteln“, betont die Interessengemeinschaft.

Beeinträchtigung über Jahre

„Die aktuelle Lage bestärkt uns in unserem Anliegen. Unsere Branche ist besonders gefährdet, da die erheblichen Beeinträchtigungen für uns voraussichtlich länger bestehen bleiben werden als beispielsweise für Restaurants und Cafès. Den Wegfall jeglicher Umsätze kann kein Betrieb lange aushalten. Darlehen helfen kurzfristig, doch sie müssen natürlich zurückgezahlt werden, was eine Beeinträchtigung über Jahre zur Folge hat.“

Es sei notwendig, sich frühzeitig Gedanken über die Förderung der Clubkultur zu machen und eine Kooperation mit anderen kulturellen Bereichen in Erwägung zu ziehen, um diesen wichtigen Bestandteil des städtischen Lebens zu fördern, zu erhalten und weiter zu entwickeln. Um die Ziele zu erreichen, regen die Gründungsmitglieder eine Reihe von konkreten Schritten an.

Klare Forderungen

So bieten sie an, sich in das Projekt Musikcampus einzubringen. Weiter fordern sie eine Abschaffung der Vergnügungssteuer und eine Mehrwertsteuersenkung von 19 auf sieben Prozent nicht nur für Speisen, sondern auch für Getränke.

Diese Club-Betreiber sind dabei

Zu den Gründungsmitgliedern zählen Christof Bernard, Pitti Duyster und Thomas Pieper (Fusion Club, Docklands Festival, Conny Kramer, Heaven, Coconut Beach), Ulli Horstmeier (Cuba Nova), Christian Huys (Hot Jazz Club, Rote Lola), Edgar und Bernhard Kuhlmann (Sputnikhalle, Tryptichon), Steffen Krüger und Marco Fleck (Skaters Palace), Timo Birth und Tom Naber (King Star/Vainstream Festival), Philipp Mühlen und Dominik Becker (Gazelle, RnBeach, Living Rooms GmbH, Amp), Marvin Lindenberg (Jovel) und Christoph Hartig (Schwarzes Schaf).

Zum Artikel